Internet-Kompetenz? Fehlanzeige!

2. Juli 2012 um 22:04 in Gedanken, Internet von

Heute mal wieder was aus der Kategorie „Gedanken“ – wer jetzt schon gähnt, sollte nicht weiterlesen 😉

Eigentlich könnte ich auch eine Kategorie „Auskotzen“ eröffnen. Sollte ich wirklich mal machen. In letzter Zeit regt mich viel auf. Aber der Trend, um den es hier gehen soll, regt mich am meisten auf.

Ich schreibe über die offenbar fehlende Internet-Komepetenz der Generation „Facebook“.

Es fällt mir in den letzten Wochen immer wieder bei Facebook auf, dass Nutzer dort entweder zu blöde oder zu faul sind, sich Informationen selbst zu erarbeiten. Ich unterstelle einfach mal, dass der Großteil einfach zu blöd – na gut, unwissend – ist, um selber zu googlen.

So sehe ich immer wieder Beiträge in Form von:

Bis wann hat Supermarkt XY am Samstag geöffnet?

Wann ist wieder Flohmarkt?

Was kostet 3d film in cinemaxx?

Mein Yahoo Messenger zeigt keinen Text mehr an. Warum?

Mein Laptop zeigt SMART Failure Predicted an. Was soll ich machen?

Kann ich Filme von mein Receiver auf USB Stick kopieren?

Um nur mal ein paar Beispiele zu nennen (Rechtschreibung wurde 1:1 übernommen, aber darum  geht’s hier nicht).

Wenn man dann bestimmt aber freundlich darauf aufmerksam macht, dass man sowas auch googlen kann, bekommt man einen sehr spitzen Kommentar an den Kopf geworfen, dass man das ja getan hätte, es aber keine Ergebnisse gab.

Das ist dann immer so der Punkt, an dem mir die Sicherung durchbrennt.

Ich mein „HALLO? Jemand zu Hause, McFly?“.  Einfacher als heutzutage war es noch nie, eine Suchmaschine zu benutzen!

Jeder scheiss Laden ist im Web vertreten.
Jeder verkackte Verein hat eine (mehr oder weniger schöne) Website und so ziemliche jede Stadt präsentiert sich halbwegs übersichtlich im Netz.

Da kann mir keiner sagen, er habe bei solchen Billo-Fragen nix gefunden…

 

Früher, als es noch so seltsame Websites wie AltaVista, Fireball oder alltheweb.com gab und Lycos, yahoo und web.de nur Suchmaschinen bzw. Kataloge waren – ja da war die Suche noch umständlich. Damals musste man noch richtig verknüpfen und Begriffe ausschliessen bzw. Dich durch Listen klicken, um was zu finden.

Heutzutage kannste Deine Frage fast 1:1 bei google reinschreiben und Dir sicher sein, dass auf der ersten Seite ein passender Link zu Deiner Frage erscheint.

Aber nööö, nix gefunden. Ist klar!

Ganz kriminell wird die Geschichte dann, wenn Du einen Link zu den Suchergebnisse Deiner Suche postest und sagst, dass dort doch verdammt viele Lösungen stehen. Dann bist Du echt das Arschloch. Hättest doch einfach die Antwort schreiben können, dann müsste der Fragesteller jetzt nicht noch das für ihn am besten passende Ergebnis auswählen.

Vielleicht sind die Leute doch nur faul?
Ich glaube nicht. Ich seh es ja im eigenen Umfeld – gerade bei meinem Sohn. Man hat das Nerven gekostet ihm zu erklären, wie man selbst nach Informationen sucht.

Dabei ist es doch so leicht:
Frage im Kopf formulieren,rein damit ins Suchfeld und Enter drücken – bitte nicht mit der Maus auf „Suchen“ klicken *rageface*

Sollte nicht gleich das passende Ergebnis dabei sein:
Frage umformulieren und/oder Worte rausstreichen, die unwichtig sind

Man ey, hätten wir das „damals“ so leicht gehabt – alles wäre besser gewesen.
„Damals“ konnte man froh sein, wenn man ein kleines Benutzerhandbuch zum Commodore (64/Amiga) bekommen hat, in welchem ein paar rudimentäre Befehle standen. Alles andere war Trial and Error.

Traut sich ja heute keiner mehr. Alles Weicheier.

Aber facebooken, das können sie!

Denkste!
Kaum einer weiß, was er da eigentlich macht.
App-Anfrage hier bestätigen, Hoax da weiterverteilen und hinterher heulen, weil der Dislike-Button die Freunde belästigt oder die Freunde sich wegen Spam abwenden.

 

Ich bin für den Internet-Lehrgang!

Herrje, das tat gut. Danke für’s Lesen 😉

 

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