Rettet das Internet

17. Mai 2009 um 20:18 in Internet von

Ich selbst verfolge schon lange das böse Tun der Frau v.d. Leyen und ihrer Knechte bzgl der Kinderporno-Sperre im Internet. Einen Blogeintrag dazu habe ich bisher nicht geschrieben, da das Thema für nicht-technisch-versierte schwer zu beschreiben ist.

Heute erreichte mich jedoch eine Mail von „Rettet das Internet“, welche ich hier einfach veröffentlichen möchte…

Was hat es mit den Kinderporno-Sperren auf sich?
Liebe Webmaster und Surfer,
nach längerer Pause gibt es nun mal wieder einen triftigen Anlass für ein Rundschreiben: Die Diskussion um die Kinderporno-Sperren.
Das Thema ist sehr komplex, weshalb wir alle Interessierten auf die Links am Ende dieser Mail verweisen. Hier soll nur kurz erläutert werden, warum die Aufregung im Internet-Lager so groß ist. Die große Ablehnung richtet sich nicht gegen die Sperrung von Kinderpornografie, sondern gegen die Art und Weise, wie diese erfolgen soll.
Geplant ist nämlich, dass BKA-Beamte, ohne jede rechtsstaatliche Kontrolle, geheime Zensur-Listen erstellen. So geheim, dass bereits das Lesen oder gar Veröffentlichen verboten ist! Klingeln da bei einigen von Euch die Alarm-Glocken?

Ein Blick in unsere Nachbarländer zeigt, woher der Wind weht: Kinderpornografie, also das schlagende Argument für die Etablierung dieser faschistoiden Geheimzensur, macht nur etwa 1% der gesperrten Seiten aus. Was darüber hinaus alles gesperrt wird, da kann man nur spekulieren. Es ist ja geheim. Erwähnenswert ist in jedem Fall, dass zB. in Großbritannien selbst einige Seiten von Wikipedia nicht mehr zu erreichen sind! Weil unbekannte Beamte in geheimen Listen entschieden haben, dass diese Seiten nicht gut für uns sind.

Lange Rede kurzer Sinn: So geht’s auf keinen Fall!
Deshalb möchten wir Euch auffordern, an der Online-Petition gegen diese Sperren teilzunehmen:
Epetitionen.Bundestag.de/

Ihr müsst Euch registrieren, um teilnehmen zu können (logisch, es ist ja keine Umfrage sondern eine Abstimmung). Das lohnt aber in jedem Falle. Wenn Ihr dort öfter mal vorbeischaut, werdet Ihr immer wieder aktuelle Themen und Petitionen finden, die Euch interessieren, und an denen Ihr vielleicht teilnehmen wollt.

Wer eine eigene Homepage besitzt, hat eventuell auch Spaß daran, diese „selber zu sperren“. Quasi seine Besucher mit satirischem JavaScript-Effekt auf das Zensur-Problem aufmerksam machen. Einen entsprechenden Code und eine große Auswahl an Schildern findet Ihr bei uns:
Rettet-das-Internet.de/stoppschilder.htm

Hier noch ein paar Hintergrund-Links:

Dr. Reinhard Freund [reinhard@rettet-das-internet.de]

In eigener Sache
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